Focusing als Lebenspraxis | Interview mit Klaus Renn

In dieser Folge bin ich zu Gast bei Klaus Renn. Klaus gehört zu den Urgesteinen der deutschsprachigen Focusing-Landschaft. Seit Mitte Ende der 80er Jahre beschäftigt sich Klaus institutionell mit Focusing. In den nachfolgenden Jahrzehnten gestaltet er die Entwicklung der Focusing-Therapie entscheidend mit. Heute leitet er das "Deutsche Focusing Institut" (DFI) in Würzburg.

Klaus kreuzt seine Focusing-Praxis mit Methoden der Achtsamkeit und Meditation. Das ergebnis dieser Verbindung zeigt sich zum Beispiel in seinem Secret-Friends-Projekt, einer Sammlung von angeleiteten Achtsamkeitsübungen. Bis heute empfehlenswert ist Klaus Einführung ins Focusing mit dem Titel: Dein Körper sagt Dir, wer Du werden kannst. Focusing - Wege der inneren Achtsamkeit. (Die Druckversion ist vergriffen und nur noch antiquarisch zu bekommen. Als Hörbuch und eBook weiterhin erhältlich.) Sein spezifisches Verständnis von Focusing als Therapie findet man im Buch: Magische Momente der Veränderung. Was Focusing bewirken kann.

Was verbindet Focusing, Kampfsport und Meditation? Wo und wie kann Focusing im Alltag wirken? Und was sind eigentlich die "spirituellen Obertöne" im Focusing? Das alles erfahrt ihr in unserem Gespräch. Wir sprechen über die Entwicklung von Focusing in Deutschland und über die Herausforderung, die nächste Generation für Focusing zu gewinnen. Und wir erfahren, warum Klaus der jetzige Moment wichtiger ist als jeder Blick voraus oder zurück.

Da ist dieses Personenzentrierte, was wir so wollen. Das hat eine Praxis im partnerschaftlichen Focusing. Und das finde ich genial.
Und das ist so eine Praxis und die andere Praxis, die ich habe, ist Meditation im Großen und Ganzen, das auch irgendwie zu leben, zu tun.
Und die dritte Praxis ist, mich mit Leuten zu verhauen, als Kickboxer und Schatzgurt und Ausbilder. Und da ist auch eine Praxis.

Der FOCUSING Podcast: Alle bisherigen Interviews auf einen Blick

One thought on “Focusing als Lebenspraxis | Interview mit Klaus Renn”

  1. Judith Trautmann 12. April 2026

    Ein gelungenes Format. Eine tolle Idee. Meinen Respekt.

    Folgende Essenz habe ich in diesem Interview für mich entdeckt:
    es geht Klaus um…
    die Zusammenhänge im Focusing. Die Entwicklung von Focusing-Therapie. Die Qualität als Therapeut “da” zu sein. Auf welche Art und Weise er mit Menschen in Kontakt sein will. Die Entfaltung von Haltung. Den Umgang mit der Beziehungswelt. Jetzt. Die Atmosphäre erschafft sich. Spiritualität als Lebensprozess. Den Geschmack von “ich selber”. Es tut gut auf Existenzebene.

    Ein kleiner Einblick.

    Boxen gekreuzt mit Focusing habe ich vor einigen Jahren auf der Sommerschule noch in Achberg bei Klaus erlebt. Auch im Interview wird deutlich wie Klaus Focusing lebt. Nämlich als Lebenspraxis und nicht in erster Linie als Konzept. Die Methodik dennoch so genau herauszuarbeiten und zu entwickeln ist ein Geschenk.
    … Um sie dann wieder beiseite zu legen und den Raum zu halten mit wacher Präsenz.

    Die Situation ist im Körper, der Körper ist in der Situation. Auch beim Hören.

    Judith Trautmann

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