Gendlin in Wien | Interview mit Lore Korbei

In dieser Folge spreche ich mit Lore Korbei in Wien. Lore brennt für den humanistischen Ansatz, den sie als personenzentrierte Psychotherapeutin bis heute praktiziert. Durch Veröffentlichungen und redaktionelle Tätigkeiten hat sie sich um die ÖGWG ("Österreichische Gesellschaft für wissenschaftliche, klientenzentrierte Psychotherapie und personorientierte Gesprächsführung") verdient gemacht.

"Mein ganzes Leben ist Focusing"

Seit Lore in ihrer psychotherapeutischen Ausbildung das Focusing begegnet ist, folgt sie dessen Spur. Mitte der 90er Jahre lädt Lore Eugen T. Gendlin nach Österreich in dessen Geburtsstadt Wien ein. Neben biographischer Spurensuche wird dieser Besuch für Gendlin zum Anlass theoretischer Ausführungen: im privaten Kreis humanistisch gesinnter Kollegen, im akademischen Umfeld vor Wiener Philosophen sowie als Key-Speaker des Ersten Weltkongresses für Psychotherapie in Wien.

„Ich war beseelt von dem Gedanken, von dem Gefühl — und jetzt fang ich schon an zu stocken, ein bißchen wie der berühmten Faust-Monolog: ‚da stock ich schon!‘ — von diesem Experiencing.“

"Ich habe mich wirklich bemüht, die frohe Botschaft des Focusing hinaus in die Länder zu tragen."

In den folgenden Jahren wird Lore Korbei zur Koordinatorin des TIFI für Österreich und lehrt Focusing nicht nur im deutschsprachigen Raum, sondern auch in Ost-Euopa. Als Kommissionsmitglied ist sie mitverantwortlich dafür, dass Gendlin später den "Viktor Frankl Preis" der Stadt Wien für sein Lebenswerk erhält.

„Rogers macht ‚I to You‘. Gendlin macht ‚I to me‘“

Mit Lore spreche ich über das Verhältnis von Rogers und Gendlin, über die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen dem personen-zentrierten und dem focusing-orientierten Ansatz. Wir bekommen Einblicke in Gendlins Beziehung zu Wien und erfahren, was es mit dem "Gendlin-Walk" auf sich hat. Und Lore nimmt uns mit auf eine Reise in die 90er Jahre: von ihrer ersten Begegnung mit Focusing bis zu Gendlins Besuch in Wien.

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